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Pledoo
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Verantwortungsvolles Spielen

Ob jemand nur gelegentlich spielt, regelmäßig Einsätze tätigt oder eine bestimmte Spielweise verfolgt, bleibt für die Grundregeln dieses Angebots ohne Bedeutung: Glücksspiel auf dieser Website ist ausschließlich als freiwillige Freizeitbeschäftigung für Erwachsene gedacht. Diese Grundsätze gelten für jede Nutzung.

Geltungsbereich

Diese Hinweise richten sich an alle Personen, die die Angebote von Pledoo nutzen oder eine Nutzung erwägen. Sie gelten unabhängig davon, ob ein Konto bereits besteht, erst eröffnet wird oder nur Informationen eingeholt werden. Jede Spielerin und jeder Spieler trägt die Verantwortung für das eigene Verhalten selbst; die folgenden Abschnitte beschreiben, worauf diese Verantwortung im Einzelnen beruht.

Die Seite versteht sich als Ergänzung zu den allgemeinen Nutzungsbedingungen und den Spielregeln. Sie ersetzt keine individuelle Beratung und keine medizinische oder psychologische Behandlung. Wer sich in einer belastenden Situation befindet, findet weiter unten Hinweise auf geeignete Anlaufstellen.

Grundsatz des Spielens

Glücksspiel beruht auf Zufall. Kein Einsatz, keine Strategie und keine Spielweise kann einen Gewinn garantieren, und kein Verlauf lässt sich vorhersagen. Wer spielt, sollte sich daher von der Erwartung lösen, dass sich Geldprobleme auf diesem Weg lösen lassen oder dass aus Verlusten zwangsläufig wieder Gewinne werden.

In der Praxis bedeutet das: Einsätze nur in einer Höhe tätigen, deren Verlust ohne finanzielle Folgen bleibt. Geld, das für Miete, Lebensmittel, Rechnungen oder Rücklagen vorgesehen ist, gehört nicht ins Spiel. Auch Geld, das für andere Zwecke gespart wurde, sollte nicht für Einsätze verwendet werden. Wer ausschließlich mit frei verfügbaren Mitteln spielt, entzieht dem Spiel die Möglichkeit, existenzielle Bereiche zu berühren.

Eigenes Verhalten beobachten

Ein kontrollierter Umgang beginnt mit der ehrlichen Selbstbeobachtung. Wer spielt, sollte sich regelmäßig fragen, wie viel Zeit und wie viel Geld tatsächlich aufgewendet werden und ob diese Mengen den eigenen Vorstellungen entsprechen. Eine schriftliche Notiz über Einsätze, Spielzeiten und Ergebnisse hilft dabei, Abweichungen von der eigenen Planung früh zu erkennen.

Die Überprüfung sollte nicht nur nach einem Verlust, sondern auch nach einer längeren Spielphase erfolgen. Steigen die Ausgaben oder die Dauer der Sitzungen allmählich an, ist das ein deutliches Signal, eine Pause einzulegen und die eigenen Regeln neu zu fassen. Wer Schwierigkeiten hat, diese Überprüfung ehrlich durchzuführen, sollte die Hilfe einer externen Stelle in Anspruch nehmen.

Anzeichen erkennen

Problematisches Spielverhalten kündigt sich selten mit einem einzelnen Ereignis an, sondern entwickelt sich über einen längeren Zeitraum. Die folgenden Anzeichen gelten als Warnsignale, die ernst genommen werden sollten:

  • Das Spielen beschäftigt die Gedanken über weite Strecken des Tages, auch außerhalb der Spielsitzungen.
  • Andere Verpflichtungen wie Arbeit, Familie oder soziale Kontakte werden wegen des Spielens verschoben oder vernachlässigt.
  • Es stellt sich Unruhe oder Gereiztheit ein, sobald nicht gespielt werden kann.
  • Für Einsätze werden geliehene Beträge oder Rücklagen verwendet, die eigentlich anderen Zwecken dienen.
  • Es wird weitergespielt, obwohl bereits finanzielle, berufliche oder persönliche Probleme entstanden sind.

Wer eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich feststellt, sollte das Spielen unverzüglich unterbrechen und sich professionelle Unterstützung suchen. Ein einzelnes Anzeichen muss noch keine Sucht bedeuten, aber es rechtfertigt eine ehrliche Prüfung des eigenen Verhaltens.

Grenzen setzen

Klare Regeln vor dem ersten Klick schützen vor impulsiven Entscheidungen während des Spiels. Wer vorab festlegt, wie hoch der Einsatz, wie lang die Sitzung und wie oft gespielt wird, muss diese Entscheidungen nicht in einem Moment treffen, in dem die Emotionen hochkochen. Solche Regeln sollten schriftlich festgehalten und strikt eingehalten werden.

Werkzeuge zur Selbstkontrolle

Zur Steuerung des eigenen Verhaltens stehen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung, die unterschiedliche Aspekte des Spielens adressieren. Einzahlungsgrenzen begrenzen den Betrag, der innerhalb eines bestimmten Zeitraums auf das Spielkonto eingezahlt werden kann. Sie wirken an der Quelle, indem sie verhindern, dass überhaupt mehr Geld ins Spiel fließt als geplant. Verlustgrenzen begrenzen den Betrag, der innerhalb eines Zeitraums als Verlust akzeptiert wird; wird diese Grenze erreicht, endet die Spielsitzung. Zeitlimits begrenzen die Dauer einer Sitzung und unterbrechen das Spielen automatisch nach Ablauf der festgelegten Zeit.

Diese Werkzeuge ersetzen keine eigene Entscheidung, sondern unterstützen sie. Sie sind dann am wirksamsten, wenn sie vor Beginn einer Spielphase festgelegt und nicht während des Spiels verändert werden. Eine Grenze, die im laufenden Spiel angehoben wird, verfehlt ihren Zweck. Wer feststellt, dass er Grenzen regelmäßig überschreitet oder anpasst, sollte das als Warnsignal verstehen und eine längere Pause einplanen.

Kurze Unterbrechungen während des Spiels sind ebenfalls ein wirksames Mittel. Sie schaffen Abstand, ermöglichen eine nüchterne Einschätzung der Lage und verhindern, dass Entscheidungen aus einem Impuls heraus getroffen werden. Eine Pause von wenigen Minuten kann ausreichen, um zu erkennen, dass eine Sitzung beendet werden sollte.

Praktische Spielregeln

Für den Alltag lassen sich einige konkrete Verhaltensweisen empfehlen, die das Risiko eines Kontrollverlusts verringern:

  • Nur frei verfügbares Geld für Einsätze verwenden, das nicht für andere Zwecke benötigt wird.
  • Die Ausgaben für Glücksspiel im Blick behalten und regelmäßig mit dem eigenen Budget abgleichen.
  • Feste Tage einplanen, an denen nicht gespielt wird, um eine Gewohnheit zu durchbrechen.
  • Keine spontanen Nachzahlungen leisten, wenn ein Verlust wieder aufgeholt werden soll.
  • Das Spiel beenden, sobald es nicht mehr entspannt bleibt oder sich Druck aufbaut.

Diese Regeln sind keine Garantie für ein unproblematisches Spielverhalten, aber sie schaffen eine Struktur, die impulsive Entscheidungen erschwert. Wer sich an sie hält, behält die Kontrolle über die eigene Teilnahme.

Schutz von Minderjährigen

Minderjährigen ist der Zugang zu Glücksspielen untersagt. Erwachsene, die auf dieser Website spielen, tragen die Verantwortung dafür, dass Kinder und Jugendliche keine Möglichkeit erhalten, mitzuspielen oder eigene Konten zu eröffnen. Dazu gehört, dass Konten, Zahlungsdaten und Geräte so aufbewahrt werden, dass sie für Minderjährige nicht erreichbar sind.

In der Praxis bedeutet das: Geräte mit aktivem Spielkonto nicht unbeaufsichtigt lassen, Passwörter nicht zugänglich aufbewahren und Zahlungsmittel nicht in Reichweite von Kindern aufbewahren. Auch die Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte, unabhängig von deren Alter, ist nicht zulässig. Wer den Verdacht hat, dass ein Minderjähriger Zugang zu einem Konto gefunden hat, sollte das Konto sperren und den Betreiber informieren.

Hilfsangebote in Österreich

In Österreich stehen mehrere seriöse Stellen zur Verfügung, die Information, Beratung oder weiterführende Hilfe anbieten. Diese Angebote sind kostenlos, vertraulich und richten sich an Betroffene ebenso wie an Angehörige. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme ist sinnvoll, sobald Belastungen entstehen; sie ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Verantwortungsbewusstsein.

Das BMF – Spielerschutz und Hilfsangebote bietet offizielle Informationen zu Risiken, Selbsttests und Unterstützungsangeboten. Die Schuldenberatung – Beratungsstellen verzeichnet Standorte der staatlich anerkannten Schuldenberatungen in Österreich und hilft bei finanziellen Schwierigkeiten, die durch Spielen entstanden sind. Das Sozialministerium – Informationen zu Spielsucht stellt öffentliche Gesundheitsinformationen zum Thema pathologisches Glücksspiel bereit.

Selbstausschluss

Wer feststellt, dass das eigene Spielverhalten nicht mehr kontrollierbar ist, kann sich vom Spielbetrieb ausschließen lassen. Ein solcher Ausschluss bewirkt, dass eine weitere Teilnahme am Spielbetrieb für einen Zeitraum, den die betroffene Person selbst wählt, nicht mehr möglich ist. Der Ausschluss ist ein wirksames Mittel, um dem eigenen Verhalten eine äußere Grenze zu setzen.

Die Entscheidung für einen Selbstausschluss sollte nicht leichtfertig getroffen, aber auch nicht hinausgezögert werden, wenn bereits Probleme erkennbar sind. Nach Ablauf des gewählten Zeitraums sollte die Entscheidung über eine erneute Teilnahme überlegt und nicht aus einem Impuls heraus gefällt werden. Wer unsicher ist, ob ein Ausschluss sinnvoll ist, kann sich vorab bei einer der genannten Beratungsstellen informieren.

Abschließende Hinweise

Ein sicherer Umgang mit Glücksspiel beruht auf Information, Selbstbeobachtung und klaren Regeln. Wer diese drei Elemente beachtet, kann die Teilnahme am Spielbetrieb als das einordnen, was sie sein soll: eine freiwillige Freizeitbeschäftigung. Sobald Belastungen entstehen oder die Kontrolle nachlässt, sollte Hilfe frühzeitig in Anspruch genommen werden – je früher, desto wirksamer.